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Räbeliechtli – ein stimmungsvoller Brauch für Gross und Klein

Mit der Umstellung der Uhren auf die Winterzeit beginnt Ende Oktober wieder die dunkle Jahreszeit. Die Abende brechen nun zwar wieder früher an, was aber auch Raum schafft für die Pflege stimmungsvoller Bräuche wie die traditionellen Räbeliechtli-Umzüge. Die 17 Zürcher Gemeinschaftszentren helfen dabei mit ihren Angeboten mit, diesen alten Brauch in der Stadt Zürich am Leben zu erhalten.

Die Tradition des Räbenschnitzens reicht weit zurück und hat ihre Wurzeln in der Zeit der Kelten um die Zeitenwende: Im Spätherbst wurde mit Lichtern und Gebäck den Geistern für die gelungene Ernte gedankt. Mit den Lichtern aus Räben – vor der Ankunft der Kartoffel aus Amerika eines der wichtigsten Nahrungsmittel überhaupt – wurden gleichzeitig die Geister für den Winter gnädig gestimmt. Durch die Christianisierung gingen die Wurzeln dieses Brauchtums im frühen Mittelalter verloren, der Brauch selber ist aber in verschiedenster Form – im angelsächsischen Raum etwa als Halloween – bis heute erhalten geblieben. Und weil der ursprünglich heidnische Brauch niemanden von vornherein ausschliesst, ist er zu einer beliebten konfessionsübergreifenden Tradition geworden, die sich durch kreatives Werken und stimmungsvolles Miteinander an alle Eltern und Kinder richtet.

Auch in der Stadt Zürich wird die Tradition der Räbeliechtli-Umzüge weiter hochgehalten und die 17 Zürcher Gemeinschaftszentren leisten einen wichtigen Beitrag dazu: In zahlreichen von ihnen können Kinder in Begleitung Anfang November Räbeliechtli schnitzen. Die Räben werden dabei günstig zur Verfügung gestellt. Ebenso natürlich das benötigte Werkzeug, um die Räben auszuhöhlen und die Liechtli kunstvoll mit Schnitzereien zu verzieren. Zumeist in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Quartierverein finden sodann zahlreiche Räbeliechtli-Umzüge statt. Diese führen durchs jeweilige Quartier und enden oft im Gemeinschaftszentrum. In vielen Fällen wird dort dann Tee für die Kleinen, Glühwein für die Grossen sowie Gebäck oder Weggen serviert. Räbeliechtli – ein stimmungsvoller Brauch für die ganze Familie.

Die Anlässe in den Zürcher Gemeinschaftzentren im Überblick

GZ Affoltern: 1.11., 14-18 Uhr, 4.11., 13-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 4.11., 18 Uhr, Räbeliechtli-Stern-Umzug ab Kleintieranlage Schwandenholz oder Restaurant Unterdorf oder Evang. Zentrum Glaubten oder Bächlerstrasse zum GZ Affoltern, nach dem Umzug gibt es Tee und Weggen

GZ Bachwiesen: 1./2./3.11., 14-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 4.11., Räbeliechtli-Umzug, Besammlung: 17.15 Uhr GZ Bachwiesen, 18 Uhr In der Ey unterhalb des Schulhauses

GZ Buchegg: 8./9.11., 14-17. Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 11.11., 17.50 Uhr Räbeliechtli-Umzug ab GZ Buchegg zur Röslischüür, nach dem Umzug Tee und Feines vom Beck

GZ Grünau: 1./2./3.11., 14-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 3.11., 18.30 Uhr Räbeliechtli-Umzug ab Schulhausplatz Grünau zum GZ Grünau

GZ Hirzenbach: 1.11., 14-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 3.11., 18.30 Uhr, Räbeliechtli-Umzug durch Schwamendingen ab Schulhaus Hirzenbach

GZ Höngg/Rütihof: 4.11., 14-17 Uhr, Räbenschnitzen in der Schüür (GZ Rütihof); 4.11., Räbeliechtli-Stern-Umzug ab Kürbergstrasse/Am Börtli (Besammlung: 18.45 Uhr) oder Regensdorfer-/Segantinistrasse (18.45 Uhr) oder Tramstation Frankental (18.35 Uhr) oder Schulhaus Rütihof (18.30 Uhr) oder Schulhaus Am Wasser (18.45 Uhr) zur Kirche Höngg, nach dem Umzug gibt es Suppe mit Wienerli und Brot, für die Kinder Weggen und Punsch.

GZ Hottingen: 1.11., 9.30-11.30 Uhr, Räbenschnitzen im Pflegiraum, Klosbachstrasse 118 (Schnitzwerkzeug wenn möglich selber mitbringen); 2.11., 18.30 Uhr, Räbeliechtli-Singen im Arterpark an der Minervastrasse

GZ Leimbach: 10.11., 14-17.30 Uhr, 11.11., 10-14 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 11.11., 18.30 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab altem GZ, nach dem Umzug Tee, Semmeli und Schoggistängeli sowie Suppe und Glühwein

GZ Loogarten: 7.11., 14.30-17.30 Uhr, 8.11., 14-18 Uhr, 9./10.11., 15.30-18 Uhr, 11.11., 14.30-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ (Kinder unter 6 Jahren in Begleitung); 11.11., 18 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab GZ Loogarten zum Lindenplatz, nach dem Umzug gibt es Tee und Biberli

GZ Oerlikon: 3.11., 19 Uhr, Räbeliechtli-Umzug vom MFO Park zum Ligusterwäldli, für kleinere Kinder verkürzte Route: 19.15 ab GZ Oerlikon zum Ligusterwäldli, nach dem Umzug gibt es Punsch und kleine Süssigkeiten, offenes Feuer zum Würste braten

GZ Schindlergut: 3.11., 14-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ für Kinder in Begleitung; 3.11., 18-20 Uhr, Räbenfest mit kleinem Umzug im Schindlerpark, nach dem Umzug gibt es Suppe und Tee

GZ Wipkingen: 1./3./4.11., 14-16.30 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 4.11., 17.15 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab Schulhaus Letten zum GZ Wipkingen, nach dem Umzug gibt es Sirup und Gebäck sowie einen Wurstgrill

GZ Witikon: 1.11., 9.30-12 Uhr (Kleinkinder in Begleitung), 14-17 Uhr (Kinder ab 6 Jahren) Räbenschnitzen im GZ; 1.11., 18.45 Uhr Räbeliechtli-Umzug ab Katholischer Kirche

GZ Wollishofen: 1.11., 14-17.30 Uhr, 3.11., 14-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ Neubühl (Kinder unter 6 Jahren in Begleitung); 4.11., 18 Uhr, Räbeliechtli-Umzug durch Wollishofen ab Schulhaus Entlisberg, nach dem Umzug Tee und Bretzeli

Kontakt für Medien:

Stefan Feldmann, Medienstelle Zürcher Gemeinschaftszentren, Tel. 043 466 96 24, Mail: stefan.feldmann@gz-zh.ch

Publiziert am: 17.10.2017

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Die Medienstelle bildet die Schnittstelle zwischen der Geschäftsleitung der Zürcher Gemeinschaftszentren und der Öffentlichkeit. Sie beantwortet Anfragen zum Auftrag und Betrieb der Zürcher Gemeinschaftszentren und informiert periodisch über aktuelle Themen und Angebote innerhalb der GZ. Für Detail-Informationen zum Programm der einzelnen Gemeinschaftszentren wenden Sie sich bitte direkt an die betreffenden Einrichtungen.

Stefan Feldmann, Medienbeauftragter
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