Portrait

Die 17 Zürcher Gemeinschaftszentren (GZ) sind soziokulturelle Einrichtungen für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich. Im Auftrag der Stadt investieren wir in Kultur und Bildung und schaffen Freiräume für Austausch und Begegnung. Wir fördern die gesellschaftliche Teilhabe, Chancengleichheit und Integration aller Bevölkerungsgruppen. Dazu initiieren wir Entwicklungsprojekte in den Quartieren, stellen Infrastruktur zur selbstständigen Nutzung zur Verfügung und unterstützen Einzelne und Gruppen bei der Realisierung von eigenen Ideen.
Die Zürcher Gemeinschaftszentren zählen jährlich über eine Million Besuche.
Ein „Haus für Alle“ macht sich bezahlt

In der Stadt Zürich hat das Stimmvolk 1963 den Betrieb der Gemeinschaftszentren sowie 1999 die Soziokultur an sich zur öffentlichen Aufgabe erklärt. Auf diesem Hintergrund werden für die Zürcher Gemeinschaftszentren seit 1997 konkrete Leistungsaufträge mit der Stadt abgeschlossen.
Ein jährliches Reporting an das Sozialdepartement sowie ein professionelles Leistungs- und Finanzcontrolling stellen sicher, dass die Mittel im Sinne der Stadtbevölkerung in das Zusammenleben investiert werden.
Im GZ kann man schöpferisch tätig sein, sich mit anderen treffen und vernetzen, an allem Möglichen teilnehmen, spielen, lernen, selber produzieren, Einfluss auf sein Umfeld nehmen- oder einfach nur entspannen und konsumieren.
Die Fachteams der Gemeinschaftszentren unterstützen traditionelle Formen der ehrenamtlichen Leistung wie Nachbarschaftshilfe und investieren durch das Schaffen von Anreizen und durch Support auch in Formen von Leistungsaustausch zwischen Einzelpersonen und Gruppen die auf dem Prinzip der Gleichwertigkeit beruhen.
Auch das Prinzip Leistung und Gegenleistung lässt sich gezielt einsetzen; dort wo ein GZ ein Gut anbietet, das normalerweise bezahlt werden muss.
So werden z.B. mit Jugendgruppen, die günstig einen Musikraum mieten wollen, Vereinbarungen getroffen. Die Jugendlichen bieten als Anteil der Miete einen Gratisauftritt an einem Fest an. Oder eine griechische Volkstanzgruppe bedient als Gegenleistung für einen Teil der Miete den Schaschlikgrill am Quartierfest. Es ist erstaunlich, wie selbstverständlich das Prinzip des Tauschgeschäfts an sich funktioniert und wie viel öffentlicher Mehrwert dadurch erzeugt werden kann.
Das GZ soll für Alle, unabhängig von Kaufkraft, zugänglich sein. Durch kluge Preisgestaltung gekoppelt mit dem Prinzip der Gegenleistung kann dies gewährleistet werden.
Dazu Geschichten aus dem Alltag

Vorfenster einhängen ist für Rosa Huber (70) ein Problem, seit ihr Enkel nach Neuseeland ausgewandert ist. Im nahegelegenen GZ Riesbach wendet sie sich an die Nachbarschaftshilfe. Der tatkräftige Helfer, der prompt vorbeikommt entpuppt sich als der freundliche Herr Rieser vom untersten Stock!
Dani Hunziker (38) organisiert mit seiner Frau Sabine im GZ Wipkingen viermal im Jahr den Club Helter-Skelter. "Saturday night-fever just around the corner" heisst es, wenn die Disco mit Musik von den 60ern zu den 90ern loslegt. "Wir benutzen im GZ so ziemlich alles, das Kafi, die Werkräume, das Knowhow des Teams. Dafür machen wir die Disco und kochen auch mal ein Nachtessen fürs Quartier."
Sisnik Krasniqi (17), seit vier Jahren in der Schweiz, interessiert sich für Musik und beginnt seine Lehre im Detailhandel. Am traditionellen Grümpelturnier kickt der FC Altstetten-Spieler in der Mannschaft des GZ Loogarten. Als Mitglied der GZ-Theatergruppe tritt er am Loogarten Fest auf. "Meine Eltern waren auch schon im GZ. Sie wissen, dass ich nicht so schnell Deutsch gelernt hätte, wäre ich nicht so oft im Jugendraum."
Kontakt
Schaffhauserstr. 374, Postfach 7164
8050 Zürich
| Telefon: | 043 300 60 00 |
| Fax: | 043 300 60 05 |
| E-mail: | gz-geschaeftsstelle@gz-zh.ch |
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Geschichte
Von der Eröffnung des ersten Robinson- spielplatzes im Jahre 1954 bis heute. Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren:
