Aktuelles

Räbeliechtli schnitzen – herbstliche Tradition in den GZ

Ende dieser Woche geht die Sommerzeit offiziell zu Ende: In der Nacht auf den 28. Oktober stellen wir die Uhren zurück auf Winterzeit, wodurch die Abende wieder früher anbrechen. Höchste Zeit also, um eine alte herbstliche Tradition wieder aufleben zu lassen: den Räbeliechtli-Umzug. Diese finden auch dieses Jahr wieder in zahlreichen Stadtzürcher Quartieren statt und die Zürcher Gemeinschaftszentren helfen mit, diesen alten und stimmungsvollen Brauch am Leben zu erhalten.

Das Schnitzen von «Räbeliechtli» ist eine uralte Tradition, welche auf die Kelten in unserem Land zurückgeht. Schon zu vorchristlichen Zeiten wurde im Spätherbst – wenn die Nächte länger und die Tage kälter werden – mit Lichtern und Gebäck den Geistern für die gelungene Ernte gedankt. Gleichzeitig wurden sie damit aber auch für die kommenden kalten und dunklen Wochen gnädig gestimmt. Obwohl die ursprüngliche Bedeutung des Brauches durch die Christianisierung im frühen Mittelalter verloren gegangen ist, so ist der Brauch in verschiedenen Formen bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. So geht Halloween in den angelsächsischen Ländern genauso auf diesen Ursprung zurück wie die im alemannischen Sprachraum erhalten gebliebenen Räbeliechtli-Umzüge. Aufgrund seiner heidnischen Wurzeln schliesst der Brauch dabei niemanden aus, sondern ist zu einem konfessionsübergreifendem Fest geworden, das sich durch kreatives Werken und stimmungsvolles Miteinander gleichsam an Eltern und Kinder richtet.

Auch in der Stadt Zürich wird die Tradition der Räbeliechtli-Umzüge weiter hochgehalten. Auch dank der Mithilfe der 17 Zürcher Gemeinschaftszentren. In zahlreichen von ihnen können Kinder und ihre Eltern Anfang November Räbeliechtli schnitzen. Die Räben – die heute vor allem im Zürcher Unterland angebaut werden – werden dabei gratis oder gegen ein kleines Entgelt zur Verfügung gestellt. Ebenso natürlich das benötigte Werkzeug, um die Räben auszuhöhlen und die Liechtli kunstvoll mit Schnitzereien zu verzieren.

Zumeist in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Quartiervereinen finden sodann in der ersten Hälfte des Novembers zahlreiche Räbeliechtli-Umzüge statt. Diese führen durchs jeweilige Quartier und enden sehr oft im Gemeinschaftszentrum. In vielen Fällen wird dort dann Tee, Glühwein, Gebäck oder Weggen serviert. Ein herbstlicher Brauch für die ganze Familie.

Die Anlässe in den Zürcher Gemeinschaftszentren im Überblick

GZ Affoltern: 31.10., 14-18 Uhr/3.11., 13-16 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 3.11., 18 Uhr: Räbeliechtli-Stern-Umzug ab Kleintieranlage Schwandenholz oder Restaurant Unterdorf oder Evang. Zentrum Glaubten oder Bächlerstrasse zum GZ Affoltern, nach dem Umzug gibt es Tee und Weggen

GZ Altstadthaus: 5.11., 18.15 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab Neumarkt zur St. Peter Hofstatt, nach dem Umzug gibt es Punsch und Weggen

GZ Bachwiesen: 31.10./1.11./2.11., 14-17 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 3.11; Räbeliechtli-Umzug, Besammlung: 17.15 Uhr GZ Bachwiesen, 18 Uhr In der Ey unterhalb des Schulhauses

GZ Buchegg: 7.11./8.11., 14-17.30 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 10.11., 17.45 Uhr Räbeliechtli-Umzug ab GZ Buchegg zur Röslischüür, nach dem Umzug Tee und Feines vom Beck

GZ Hirzenbach: 31.10., 14-18 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 2.11., 18 Uhr, Räbeliechtli-Umzug durch Schwamendingen ab Schulhaus Hirzenbach

GZ Hottingen: 7.11., 9.30 bis 11.30 Uhr, Räbenschnitzen im Pflegiraum, Klosbachstrasse 118 (Schnitzwerkzeug selber mitbringen!); 8.11., 18 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab Kreisgebäude 7 zum Schulhaus Bungertwies, nach dem Umzug gibt es Tee und Rosinenbrötli

GZ Loogarten: 6.11./7.11., 14.30-17.30 Uhr, 8.11./9.11., 15.30-18.30 Uhr, 10.11., 14.30-17 Uhr Räbenschnitzen im GZ; 10.11., 17.30 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab GZ Loogarten zum Lindenplatz, nach dem Umzug gibt es Tee und Biberli

GZ Oerlikon: 2.11., 19 Uhr, Räbeliechtli-Umzug vom MFO Park zum Ligusterwäldli, nach dem Umzug gib es Punsch und kleine Süssigkeiten

GZ Riesbach: 30.10., 16-18 Uhr, Abgabe von Räben für Vorschulkinder (gespendet vom Quartierverein); 1.11., 18.30 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab Badeanstalt Utoquai zum GZ Riesbach, nach dem Umzug gibt es Tee und Gebäck

GZ Wipkingen: 31.10./2.11., 14-17 Uhr, 3.11., 14-16 Uhr, Räbenschnitzen im GZ; 3.11., 17.15 Uhr, Räbeliechtli-Umzug ab Schulhaus Letten zum GZ Wipkingen, nach dem Umzug gibt es Sirup und Gebäck

GZ Witikon: 7.11., 9-12 Uhr (Kleinkinder in Begleitung), 13.30-17 Uhr (Kinder ab 6 Jahren) Räbenschnitzen im GZ; 18.45 Uhr Räbeliechtli-Umzug ab Katholischer Kirche

GZ Wollishofen: 31.10., 14-17.30 Uhr, Räbenschnitzen im GZ Neubühl; 3.11. Räbeliechtli-Umzug durch Wollishofen ab Schulhaus Entlisberg, nach dem Umzug Tee und Bretzeli

Alle Angebote auf einen Blick

Das komplette Angebot der Zürcher Gemeinschaftszentren ist im Internet abrufbar unter www.gz-zh.ch. Wählen Sie auf der Startseite das Gemeinschaftszentrum in Ihrem Quartier aus. Unter den Rubriken «Veranstaltungen», «Kurse», «Regelmässiges» und «Projekte» finden sie dann das Angebot in diesem GZ. Um einen Überblick über das Angebot aller 17 Gemeinschaftszentren zu erhalten, wählen Sie im Klappmenü rechts oben «Alle GZ» aus.

Die Angebote der verschiedenen Gemeinschaftszentren sind so verschieden wie die Quartiere, in denen sie stattfinden. Einige der angebotenen Kurse sind gratis, andere können gegen einen Unkostenbeitrag besucht werden. Bei einigen Angeboten ist die Platzzahl beschränkt, so dass sich eine frühzeitige Anmeldung lohnt. Andere Angebote können aber auch spontan genutzt werden. Für die Aktivitäten in der freien Natur ist auf die richtige, wetterfeste Kleidung zu achten. Alle Angaben zu Preis, Anmeldung und Ausrüstung finden Sie im Internet oder können Sie beim Team Ihres GZ in Erfahrung bringen.

Die Zürcher Gemeinschaftszentren werden von einer unabhängigen Stiftung getragen und auf der Basis einer Leistungsvereinbarung durch das Sozialdepartement der Stadt Zürich mitfinanziert.

Kontakt für Medien:

Stefan Feldmann, Medienstelle Zürcher Gemeinschaftszentren, Tel. 043 466 96 24, Mail: stefan.feldmann@gz-zh.ch

Publiziert am: 23.10.2012

«Me, myself and Iphone» – Selbstinszenierung von Jugendlichen: Spiel, Suche oder Stress?

All zwei Jahre führen die Zürcher Gemeinschaftszentren im GZ Heuried eine viel beachtete Fachtagung für Fachpersonen der Jugend- und Schulsozialarbeit durch. Die diesjährige Veranstaltung befasst sich unter dem Titel «Me, myself and Iphone» mit der Selbstinszenierung Jugendlicher. Diese stellt eine besonders wichtige Handlungsform dar, um im Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter zu experimentieren. Die Tagung, die das facettenreiche Thema von verschiedensten Seiten beleuchtet, ist mit 120 teilnehmenden Fachleuten ausgebucht.

Der Mensch inszeniert sich tagtäglich, sei es aus sozialer und beruflicher Notwendigkeit oder schlicht aus spielerischer Darstellungsfreude. Für Jugendliche stellt die Selbstinszenierung eine besonders wichtige Handlungsform dar, um im Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenalter zu experimentieren, (Geschlechter-)Rollen auszuprobieren und Grenzen zu testen. Mit ihren Selbstinszenierungen ziehen Jugendliche auch die Aufmerksamkeit Erwachsener auf sich, wecken dadurch Ängste und Hoffnungen – vor allem, wenn sie sich in der Öffentlichkeit und im Kollektiv abspielen. Die Tagung greift das facettenreiche Thema auf und beleuchtet es von verschiedenen Seiten.

Um die Selbstinszenierung Jugendlicher im öffentlichen wie im digitalen Raum drehen sich die beiden Einführungsreferate: Die Historikerin Rahel Bühler von der Universität Zürich erläutert aus historischer Perspektive, wie sich Jugendliche im öffentlichen Raum bewegen, wie sie dabei wahrgenommen werden und wie sich dadurch auch der gesellschaftliche Umgang mit Jugendlichen geändert hat. Die Medienwissenschaftlerin Sabina Misoch von der Universität Mannheim widmet sich dem Umgang Jugendlicher mit dem Internet. Was machen Jugendliche im Netz und warum ist es für sie und ihre Inszenierungen wichtig? Danach erhalten die Tagungsteilnehmenden in sechs Foren Einblick in aktuelles Fach- und Forschungswissen zu verschiedenen Aspekten der Selbstinszenierung Jugendlicher. In den Workshops am Nachmittag werden Methoden und Handlungsansätze vorgestellt, um Themen der Selbstinszenierung in der Arbeit mit Jugendlichen professionell aufzugreifen. Neben Präsentation und Diskussion geht es dabei auch um das aktive Ausprobieren der Praxistools.

Die Fachtagung «Me, myself and Iphone» im GZ Heuried setzt die Tagungsreihe fort, welche 2007 mit einer Fachtagung zu den Männlichkeitsbildern von jungen Männern mit Migrationshintergrund startete. Die Tagung findet dieses Jahr zum vierten Mal statt. Inzwischen hat sie sich als Weiterbildungsveranstaltung zu aktuellen Jugendthemen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis in Fachkreisen der Jugend- und Sozialarbeit etabliert.

Die Tagung im Überblick

  • Termin: Freitag, 9. November 2012
  • Zeit: 9 bis 17 Uhr
  • Tagungsort: Gemeinschaftszentrum Heuried, Döltschiweg 130, 8055 Zürich
  • Organisation: Sandra Schmid und Stefano Mengarelli, GZ Heuried
  • Trägerschaft: Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren
  • Unterstützt durch: Fachstelle für Gleichstellung Stadt Zürich, Zürcher Hochschule der Künste – Institut für Theorie, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit

Kontakt für Medien:

Stefano Mengarelli, Jugendarbeit GZ Heuried, Tel. 043 268 60 92, stefano.mengarelli@gz-zh.ch

Sandra Schmid, Quartierarbeit GZ Heuried, Tel. 043 268 60 87, sandra.schmid@gz-zh.ch

Publiziert am: 18.10.2012

Archiv nach Monaten

2017

Oktober

(1)

September

(2)

Juni

(1)

Mai

(1)

März

(2)

Februar

(1)

Januar

(1)
 
2016

Dezember

(1)

November

(1)

Oktober

(2)

September

(1)

August

(1)

Juni

(1)

Mai

(4)

April

(1)

März

(1)

Januar

(1)
 
2015

November

(2)

Oktober

(2)

September

(1)

August

(1)

Juni

(1)

Mai

(1)

April

(1)

März

(1)

Januar

(1)
 
2014

November

(1)

Oktober

(3)

September

(1)

August

(1)

Juni

(3)

Mai

(1)

April

(1)

März

(1)

Januar

(2)
 
2013

November

(1)

Oktober

(1)

September

(2)

August

(1)

Juli

(1)

Juni

(1)

Mai

(2)

April

(1)

März

(1)

Januar

(2)
 
2012

Dezember

(1)

November

(2)

Oktober

(2)

September

(2)

August

(1)

Juni

(2)

Mai

(3)

April

(1)

Januar

(2)
 
2011

Dezember

(3)
 

Kontakt

Zürcher Gemeinschaftszentren
Schaffhauserstr. 432, Postfach 7164
8050 Zürich

043 300 60 00

gz-geschaeftsstelle@gz-zh.ch

Öffnungszeiten
Stadtplan, VBZ Haltestelle

Medienstelle

Die Medienstelle bildet die Schnittstelle zwischen der Geschäftsleitung der Zürcher Gemeinschaftszentren und der Öffentlichkeit. Sie beantwortet Anfragen zum Auftrag und Betrieb der Zürcher Gemeinschaftszentren und informiert periodisch über aktuelle Themen und Angebote innerhalb der GZ. Für Detail-Informationen zum Programm der einzelnen Gemeinschaftszentren wenden Sie sich bitte direkt an die betreffenden Einrichtungen.

Stefan Feldmann, Medienbeauftragter
Telefon 043 466 96 24
stefan.feldmann@gz-zh.ch

Sabine Schenk, Geschäftsführerin
Telefon 043 300 60 01
sabine.schenk@gz-zh.ch